Deutsch | Kontakt | Impressum
TP01   TP02   TP03   TP04   TP05   TP06   TP07   TP08   TP09   TP10   TP11   TP12   TP13   TP14   TP15   TP16   TP17

Projektbeschreibung TP03

Bild Projektleiter Prof. Schmidt

Projektleiter

Prof. Dr. rer. nat. Herbert Schmidt
Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie
Universität Hohenheim

Titel: Molekulare Untersuchungen zu Vorkommen, Verbreitung und Fitness von Shiga Toxin-produzierenden Escherichia coli in Lebensmitteln

Im Rahmen des Fortsetzungsantrags soll eine weiterführende Untersuchung der von uns in der ersten Förderperiode charakterisierten STEC-Stämme durchgeführt werden. Es soll geklärt werden, welche Bedeutung STEC-Lebensmittelisolate in der Übertragung von Tier zu Mensch und im Krankheitsgeschehen haben. Der Einfluss der Lebensmittelmatrix Hackfleisch auf die spezifische Genexpression der STEC im Hinblick auf Fitness und präinfektiöse Eigenschaften soll detailliert untersucht werden.

Das Risikopotential der STEC-Isolate aus Lebensmitteln steht im Fokus der Untersuchungen. Es soll die Frage geklärt werden, ob eae-negative STEC ohne Typ III-Effektorgene oder andere Virulenzfaktoren als harmlos anzusehen sind, ob sie potentielle Vorläufer der EHEC darstellen und ob sie in der Lage sind, Virulenzfaktoren aufzunehmen, oder ob sie über andere als Locus of enterocyte effacement (LEE)-basierte Virulenzfaktoren verfügen. Unter den STEC-Lebens-mittelisolaten waren einige STEC O113:H21 zu finden, die ein Gen für das SubAB-Cytotoxin enthalten und in zwei Fällen auch zusätzlich das Gen für das Zytolethale Distending Toxin V (Cdt-V). Die Stämme sollen im Zellkulturmodell auf ihre Toxizität untersucht werden. Weiterhin wird die Koordination der Genexpression und die Genregulation der einzelnen Toxingene erforscht. Darüber hinaus werden die chromosomalen Integrationsstellen für den LEE sowie wichtige Phagenintegrationsstellen der STEC O113:H21-Stämme charakterisiert. Möglicherweise sind unter diesen Stämmen Vorläufer neuer epidemischer Typen zu finden. Basierend auf den Realtime-Ergebnissen aus der ersten Förderperiode sind genomweite Transkriptionsanalysen geplant, um detailliert zu untersuchen, welche Gene der STEC im Hackfleisch für Überleben, Fitness und Kompetition notwendig sind.


[top]