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Projektbeschreibung TP02

Bild Projektleiter

Projektleiter

Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Helge Karch
Universitätsklinikum Münster,
Institut für Hygiene

Titel: Shiga Toxin-produzierende Escherichia coli: Grenzgänger zwischen Umwelt, Tier und Mensch

Shiga Toxin-produzierende E. coli (STEC) sind bedeutende Krankheitserreger des Menschen, die wässrige und blutige Durchfallerkrankungen und das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) verursachen. Die natürlichen Reservoire von STEC-Bakterien sind landwirtschaftliche Nutztiere und Wildtiere. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt entweder über direkten Kontakt oder indirekt vor allem über kontaminierte tierische Lebensmittel. Bisher ist unklar, welche der aus der Vielzahl der in der Umwelt vorkommenden STEC-Serotypen (mehr als 200) humanpathogen sind. Unsere bisherigen, in enger Kooperation mit anderen Teilprojekten, erzielten Ergebnisse weisen darauf hin, dass genetische und phänotypische Unterschiede zwischen den Isolaten aus unterschiedlichen Habitaten existieren. Allerdings sind weitere Untersuchungen notwendig, um Aussagen zum Risikopotential von Umweltisolaten machen zu können. Das Arbeitsprogramm der zweiten Förderphase ist dazu bestimmt, die pathogenen Eigenschaften humanpathogener STEC zu definieren und deren Identifizierung und Typisierung zu erleichtern. Neben der Aufklärung grundlegender Mechanismen der STEC-Wirt-Interaktion, die an der Entstehung symptomatischer Infektionen beteiligt sind, besteht das Ziel darin, die genomischen und phänotypischen Unterschiede zwischen pathogenen STEC und harmlosen STEC zu bestimmen. Damit sollen die Grenzgänger unter den STEC-Klonen, die den Spezieswechsel zwischen Tier und Mensch geschafft haben, ermittelt werden. Zu diesem Zweck sollen neue molekulare Marker für die Diagnostik, Typisierung und Epidemiologie von STEC etabliert werden. Die Ergebnisse dieses Vorhabens, welches in enger Kooperation mit den Netzwerkpartnern erfolgt, sollen dazu beitragen, die Diagnostik und Typisierung der STEC zu verbessern und darauf aufbauend neue präventive und therapeutische Strategien zu entwickeln.